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BRAUTSTRAUSS WERFEN – INFOS RUND UM DEN BELIEBTEN BRAUCH

Rund ums Heiraten gibt es viele Traditionen, von denen einige bereits seit hunderten von Jahren gebräuchlich sind. Andere hingegen sind recht neu und konnten sich bislang noch nicht überall durchsetzen. Das Brautstrauß-Werfen jedoch gehört zu den unbestreitbaren Klassikern, wenn es um festliche Rituale am Hochzeitstag geht. Nachfolgend erfahrt ihr, worum es beim Werfen des Brautstraußes geht, woher diese Tradition stammt und welche Tipps ihr für den perfekten Brautstrauß-Wurf beherzigen solltet.

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Woher stammt die Tradition des Brautstrauß-Werfens?

Es ranken sich viele Mythen und Theorien rund um die Entstehung des Brautstrauß-Werfens. Als wahrscheinschlich gilt jedoch, dass die Wurzeln dieses Rituals im Mittelalter zu finden sind. Denn damals war unter den Frauen der Hochzeitsgesellschaft üblich ein Stückchen vom Hochzeitskleid der Braut zu ergattern. Der Grund: Dem Volksglauben nach ließ sich so die Fruchtbarkeit steigern. Für die Bräute war das langsame Auflösen des Hochzeitsoutfits zunächst wenig problematisch. Schließlich waren die Hochzeitskleider damals meist sowohl finanziell als auch emotional eher wertlos.

Im Laufe der Zeit änderte sich dies jedoch: Die zukünftigen Ehefrauen investierten immer mehr Geld in ihre Brautmoden, wodurch nicht zuletzt auch der emotionale Wert stieg. Entsprechend störte sich nun die Braut zunehmend daran, wenn ihr das Kleid wortwörtlich in Stücke gerissen wurde. Als Alternative bot sie ihren weiblichen Gästen ihren Brautstrauß an. Hieraus entwickelte sich nach und nach die Tradition des Brautstrauß-Werfens. Diese besagt, dass die ledige Frau, die den Brautstrauß fängt, als nächstes heiraten wird. Ob das stimmt, dürft ihr an eurem großen Tag bzw. danach selbst herausfinden.

Tipp 1: Zweiten Brautstrauß besorgen

Wer Wert auf Traditionen legt, der weiß, dass der Brautstrauß üblicherweise vom Bräutigam besorgt wird. Dieser sollte sich am besten gleich noch um ein zweites Exemplar in Mini-Format bemühen, welches die Braut fürs Brautstrauß-Werfen verwendet. Schließlich kann es schnell passieren, dass das liebevoll zusammengebundene Blumen-Bouquet diesen Hochzeitsbrauch nicht ganz unbeschadet übersteht. Für den Fall, dass der Brautstrauß aufgehoben werden soll, lohnt es sich also eine zweite Mini-Version in petto zu haben.

Tipp 2: Den richtigen Zeitpunkt auswählen

Der ideale Zeitpunkt zum Brautstrauß werfen beschränkt sich zum Glück nicht auf eine einzige Gelegenheit. Stattdessen stehen euch mehrere Optionen zur Auswahl. Eine Lieblingsvariante vieler Bräute ist es den Brautstraußwurf als krönenden Abschluss der Hochzeitsfeier zu zelebrieren. So endet die Party mit einem stimmungsvollen Highlight, das euch als frisch gebackene Eheleute direkt in die romantische Hochzeitsnacht schickt. Einziger Haken: Zu später Stunde haben sich einige eurer Gäste wohlmöglich bereits verabschiedet, sodass eventuell nur noch wenige Frauen übrig sind, die sich dem Brautstraußwurf stellen können. Aus diesem Grund wird es zunehmend beliebter den Brautstrauß direkt im Anschluss an die Zeremonie oder kurz vor dem Anschneiden der Hochzeitstorte zu werfen. Ganz gleich, zu welcher Variante ihr tendiert, überlegt euch bereits im Vorfeld, wann der beste Zeitpunkt ist den Brautstrauß zu werfen. Extratipp: Diese Hochzeitstradition ist hervorragend geeignet, um etwas Zeit zu überbrücken. Während ihr beispielsweise auf das Essen wartet oder wenn ihr merkt, dass eure Gäste beim Tanzen eine kleine Verschnaufpause brauchen, könnte das Brautstrauß-Werfen optimal sein, um die Stimmung erneut anzukurbeln.

Tipp 3: Alternative Varianten ausprobieren

Der klassische Ablauf beim Brautstrauß-Werfen sieht folgendermaßen aus: Die Braut dreht sich mit dem Rücken zu den ledigen, weiblichen Hochzeitsgästen und wirft den Brautstrauß quasi blind hinter sich. Diejenige, die den Brautstrauß fängt – so besagt es die Tradition – wird als nächstes heiraten. Es gibt jedoch noch andere Varianten, wie Ihr den Brautstrauß werfen könnt. Besonders vorteilhaft: Bei vielen dieser Alternativen nimmt der Brautstrauß keinen oder nur kaum Schaden. Ein gutes Beispiel hierfür ist das sogenannte Brautstrauß-Roulette: Hierbei werden der Braut zunächst die Augen verbunden. Anschließend stellen sich alle unverheirateten Frauen in einem Kreis um die Braut herum auf, ehe diese beginnt sich langsam im Kreis zu drehen. Bleibt die Braut stehen, überreicht sie den Brautstrauß einfach derjenigen Frau, die gerade vor ihr steht. Auch Losen kann das klassische Brautstrauß-Werfen hervorragend abwandeln. Und so geht´s: Alle ledigen Frauen schreiben ihren Namen auf kleine Zettel und geben diese in einen Lostopf. Aus diesem zieht die Braut schließlich den Namen der Frau, die den Brautstrauß überreicht bekommt. Und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, gibt es noch eine weitere Variante zum traditionellen Brautstraußwurf: Wie wäre es zum Beispiel, wenn ihr ein kleines Wortspiel wagt und statt eines Strauß Blumen einen Vogel Strauß als Stofftier werft? Mit dieser Überraschung in petto werdet ihr von euren Gästen sicherlich den einen oder anderen Lacher ernten.

Tipp 4: Brautstrauß-Werfen für den Bräutigam

Nicht nur die Braut und ihre Freundinnen wollen am Hochzeitstag mit dem Brautstrauß-Werfen viel Spaß haben. Auch für den Bräutigam kann es lustig sein, seine unverheirateten männlichen Gäste mit einer Alternative zum Brautstrauß-Werfen in Aufregung zu versetzen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten: Der Bräutigam kann entweder Schlips oder Fliege werfen, seine Ansteckblume durch die Luft fliegen lassen oder das Strumpfband seiner frisch Angetrauten opfern. Unbedingt empfehlenswert: Das Brautstrauß-Werfen vorher mit dem Hochzeitsfotografen besprechen. So kann dieser im richtigen Moment die optimale Position einnehmen und alles fotografisch festhalten.

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