fbpx
Brautpaar vor Bergkulisse Schweiz

5 Tipps rund ums Heiraten im Ausland

Brautpaar läuft lachend Bergpass entlang

Was gibt es Schöneres als eine Traumhochzeit in der Karibik, am Strand von Mallorca oder in der ewigen Stadt Rom? Immer mehr Paare, die sich das Jawort geben wollen, kehren den deutschen Standesämtern den Rücken zu und entscheiden sich fürs Heiraten im Ausland. Die Welt ist schließlich groß und dank Hochzeitsplanern und Billigfliegern kann eine Hochzeit im Ausland auch bei geringem Budget und begrenzten Sprachkenntnissen ganz unkompliziert organisiert werden. Trotzdem sollten Brautpaare nicht zu blauäugig an die ganze Sache herangehen und genau wissen, worauf sie bei einer Hochzeit im Ausland achten sollten. Der folgende Ratgeber hilft mit fünf wichtigen Tipps rund ums Heiraten im Ausland weiter und liefert alle relevanten Informationen.

Braut und Bräutigam stehen sich gegenüber und schauen sich und die augen

Tipp 1: Das richtige Land finden

Viele Menschen stellen es sich traumhaft schön vor im Ausland zu heiraten: Was wäre gegen eine Strandhochzeit auf Mallorca, eine exotische Trauung auf Hawaii, eine Berghochzeit in der Schweiz oder eine skandinavische Hochzeit in Norwegen schon einzuwenden? Immerhin kommt so nicht nur das Brautpaar, sondern auch alle Hochzeitsgäste in den Genuss einer Mini-Reise sowie eines außergewöhnlichen Erlebnisses. Doch welches Land eignet sich eigentlich, um dort eine Hochzeit zu feiern? Ein paar Überlegungen sollten die Brautleute durchaus anstellen, bevor sie sich Hals über Kopf für eine Location entscheiden.

Da wären zum Beispiel die Wetterbedingungen vor Ort: Während es in Skandinavien das ganze Jahr über relativ kühl ist und auch gern mal regnet, muss auf Ibiza gerade in den Sommermonaten mit einer knalligen Hitze gerechnet werden. Das kann nicht nur den Brautleuten, sondern auch den Hochzeitsgästen ordentlich zu schaffen machen. Neben den Wetterbedingungen sind auch die Anreise sowie die damit zusammenhängenden Kosten zu berücksichtigen: Während man nach Spanien von Deutschland aus noch einigermaßen bequem und günstig fliegen kann, ist die Anreise nach Hawaii deutlich kostspieliger und aufwendiger. Darüber hinaus sollten die gesetzlichen Bestimmungen im ausgewählten Land bedacht werden. Das gilt zum Beispiel für gleichgeschlechtliche Paare, die sich das Jawort geben möchten. In vielen Ländern der Welt sind homosexuelle Eheschließungen leider noch immer nicht erlaubt.

Tipp 2: Die Unterlagen vollständig zusammenstellen

Genauso wie auf einem deutschen Standesamt benötigen Brautpaare natürlich auch bei einer Hochzeit im Ausland verschiedene Dokumente, um ihre Ehe rechtskräftig schließen zu können. Welche Dokumente verlangt werden, ist jedoch von Land zu Land ganz unterschiedlich. Typischerweise werden in den meisten Fällen ein Reisepass und eine Geburtsurkunde benötigt. Dazu kann es außerdem passieren, dass Brautleute ein sogenanntes Ehefähigkeitszeugnis vorlegen müssen. In diesem wird schriftlich bestätigt, dass es der betreffenden Person erlaubt ist eine Ehe einzugehen und dass sie nicht etwa bereits verheiratet ist. In manchen Ländern wird zudem ein notariell beglaubigter Ehevertrag verlangt.  Ein Auszug aus dem jeweiligen Einwohnermeldeamt, bei dem Braut und Bräutigam registriert sind, kann unter Umständen ebenfalls fällig werden. Darüber hinaus ist die Heiratsfähigkeit bzw. Volljährigkeit in manchen Ländern nicht bei 18 Jahren festgesetzt, sondern wird erst mit Vollendung des 21. Lebensjahres erreicht. In diesem Fall muss eine notariell beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten vorliegen, damit die Ehe vollzogen werden kann. Ebenfalls wichtig: Während es in Deutschland jedem Brautpaar freisteht einen oder zwei Trauzeugen auszuwählen, ist dies in anderen Ländern obligatorisch. In solchen Fällen müssen gegebenenfalls auch die auserwählten Trauzeugen die passenden Dokumente parat halten.

Tipp 3: Die Anerkennung in Deutschland

Wird eine Hochzeit in Deutschland geschlossen, so ist diese unter normalen Umständen im Ausland ebenfalls rechtsgültig. Dasselbe gilt auch andersherum: Wer sich fürs Heiraten im Ausland entscheidet, der muss seine so geschlossene Ehe in Deutschland natürlich nicht separat anerkennen lassen. Etwas anderes ist hingegen die Registrierung der Eheschließung, denn die sollte durchaus durchgeführt werden, weil sie sich für die Ehepartner lohnen kann. So gibt es zum Beispiel nur in diesem Fall vom verantwortlichen Standesamt in Deutschland eine deutsche Eheurkunde. Auch der Wechsel bei den Steuerklassen, welcher nach einer Heirat häufig möglich wird, kann nur dann vollzogen werden, wenn die Ehe in der Bundesrepublik offiziell registriert wurde. Hierfür werden normalerweise nicht viele Dinge benötigt, wobei die Liste je nach individuellem Fall unterschiedlich lang ausfällt. Wichtig sind unbedingt die Heiratsurkunde sowie bisweilen ein Beweis für die Echtheit dieses Dokuments. Dafür wird eine sogenannte Legalisation, die häufig auch als Apostille bezeichnet wird, benötigt. Weiterer Tipp: Fremdsprachige Unterlagen müssen in der Regel übersetzt werden. Das betrifft nicht nur die Dokumente für die Eintragung in Deutschland, sondern auch alle Unterlagen, die für die Eheschließung im Ausland relevant sind.

Tipp 4: Die Einladungen an Freunde und Verwandte

Wer im Ausland feiern möchte, hat meist unterschiedliche Motivationsgründe: Die einen möchten stabile Wetterbedingungen, die anderen eine ganz besondere Atmosphäre und das dritte Paar verbindet mit dem ausgewählten Land eine außergewöhnliche Geschichte. Wer sich nicht gerade für eine Elopement-Hochzeit entscheidet, der möchte bei einer Heirat im Ausland normalerweise die wichtigsten Freunde und Verwandte mit dabeihaben. Damit dies möglich wird, ist eine frühzeitige und gewissenhafte Planung notwendig. Nur so können sich die geladenen Gäste frühzeitig Urlaub nehmen, ihr Budget checken, ein Reisetransportmittel organisieren und sich eine Unterkunft buchen. Am besten ist es natürlich, wenn das Brautpaar all diese Aufgaben für seine Gäste übernimmt. Dann müssen die geladenen Gäste nur noch einen festgesetzten Betrag bezahlen und können entspannt ein paar Tage Ferien inklusive Hochzeitsfeier genießen. Doch Vorsicht: Es kann immer passieren, dass der eine oder andere Gast aufgrund beruflicher Verpflichtungen zum angesetzten Termin nicht frei bekommt oder dass jemand sich die Reise ins Ausland nicht leisten kann oder will. In solchen Fällen müssen Brautleute, die gern eine Hochzeit im Ausland feiern wollen, entweder alternative Lösungen finden oder die Abstriche hinnehmen.

Tipp 5: Unterstützung bei der Planung suchen

Wer in Italien, Südafrika oder auf Malta heiraten will, der sollte sich für die Planung vor Ort am besten professionelle Hilfe suchen. Solange man nicht direkt bei Verwandten feiert, die einem bei der Organisation unter die Arme greifen, lohnt es sich einen Event- oder Wedding-Planer zu engagieren. Der kennt nicht nur die besten Locations, sondern weiß auch, wo es die tollsten Caterer, die stimmungsvollsten Bands und das hübscheste Standesamt gibt. Darüber hinaus sollte man bei einer Hochzeit im Ausland ausreichend Zeit und Budget für Besichtigungen vor Ort einplanen. Tipp für die Hochzeitsfotos: Viele professionelle Hochzeitsfotografen zählen Reisebereitschaft zu ihren großen Stärken. Anstatt sich also blind auf einen unbekannten Fotografen im Ausland verlassen zu müssen, nehmen Brautleute den Hochzeitsfotografen einfach von zuhause aus mit. So stellen sie sicher, dass ihre Traumhochzeit im Ausland auch die allerbesten Bilder bekommt.

SHARE THIS STORY